Eisensteinhöhle
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Seehöhe:
Länge:
Höhenunterschied:
380 m
2 341 m
87 m
(von tiefsten zu höchsten Punkt)   

Charakteristik

Die Eisensteinhöhle, deren Eingänge sich in 380 m Seehöhe befinden, ist die bedeutendste Thermalhöhle am Westrand des südlichen Wiener Beckens (Fischauer Berge). Die 73 m tiefe und rund 2 km lange, schachtartige Höhle ist an einer hangparallelen Bruchzone (Thermenlinie) in jungtertiären Brekzien (Wurstmarmor) angelegt. Die Thermalquelle am tiefsten Punkt der Höhle hat eine Temperatur von etwa 15,5 °C. Versturzblöcke und Korrosionsformen prägen die reich mit Korallen- und Popkornsinter dekorierten Klufträume.

Höhlenklima

Meßdaten dokumentieren Langjährige Messungen belegen eine thermale Erwärmung der Höhle auf durchschnittlich 13 °C bei 100 % Luftfeuchtigkeit. Die Staub- und Pollenfreiheit der Höhlenluft, sowie ein erhöhter Gehalt an CO2 können positive Effekte bei inhalativen Allergien, Infektanfälligkeit u.ä. haben.

Geschichte

Ansichtskarte mit Erforscher Mühlhoferalte Ansichtskarte mit Oberleutnant F. Mühlhofer / ÖTC Wiener Neustadt Die Höhle wurde 1855 zufällig bei Steinbrucharbeiten entdeckt. Ihre Erschließung erfolgte zunächst durch den Österreichischen Touristenklub mit Unterstützung des Grundeigentümers Carl Ritter von Eisenstein. 1907 wurde die "Eisensteingrotte" als Schauhöhle eröffnet. Seit 1956 ist sie im Besitz des ÖAV.

Naturdenkmal Eisensteinhöhle Bereits 1931 wurde die Höhle zum Naturdenkmal erklärt und ist heute, gemäß des N.Ö. Naturhöhlengesetzes, eine "besonders geschütze Höhle". Die Umgebung ist seit 1968 Naturdenkmal.